Jamais Vu
In einer finsteren Zukunft ist die Menschheit versklavt. Vom Mond gekommene Söldner haben mittels mächtiger Maschinen die Schwerkraft unserer Erde unter ihre Gewalt gebracht und verlangen Miete von jedem, der sie nutzt. Wer nicht zahlt, wird schwerelos gemacht und in ein schwarzes Loch geschossen. Nur eine kleine Gruppe Rebellen unter der Führung von Atousa widersetzt sich den übermächtigen Invasoren. Als sie jedoch gefangen genommen wird, ist es an ihrem impulsiven Sohn Keyvan und seinen obskuren Mitstreitern, die Welt zu retten. Dafür haben sie genau sechs Tage Zeit …
„Jamais vu“ ist das Gegenstück zu „Déjà vu“ und beschreibt das irritierende Phänomen, dass einem etwas Bekanntes völlig neu und fremd erscheint. Als Titel für diesen iranischen Sci-Fi-Animationsfilm passt der Begriff wie die Faust aufs Auge: Die Story kennt man so ähnlich aus dem Effeff, und Regisseur Farmani zitiert äußerst offensichtlich Motive aus Genreklassikern von MATRIX über MAD MAX bis TRON. So wie hier hat man das Ganze aber noch nie gesehen: als sagenhaft fantasievolle Zeichentrick-Umsetzung, die unter anderem mit fliegenden Cyborg-Haien, videofilmenden Krähen, Sand-Shapeshiftern und gigantischen Robotern prunkt. Das Budget konnte dabei zwar nicht mit der grenzenlosen Ambition mithalten: Insbesondere die Figuren und ihre Bewegungen erinnern wie auch beim neuen Quentin Dupieux Film meist ans Grafik-Niveau der PlayStation 2. Kenner haben hier trotzdem jede Menge Spaß. Und das nicht nur wegen der Geräusche, die unsere Helden beim Einsatz ihrer Spezialkräfte im Finale machen. Fortsetzung folgt! Garantiert.
Welt oder Europa Premiere
Land: IRN 2026
Länge: 112 Min
Genre: Sci Fi Action
Sprache: farsi OmeU
Regie: Mostafa Farmani
Stimmen: Bahar Jafari, Pouria Dehghani, Behnam Mohseni, Mohsen Partoei, Farzaneh Ahmadi, Kourosh Batebi
Drehbuch: Mostafa Farmani
Produktion: Seyed Zia Hashemi
Verleih / Vertrieb: Mostafa Farmani
